Erwartungen oder das Leben in Problemen

So, nun ist es geschafft wir sind in unserem neuen Heim angekommen und es ist so wunderbar hier, ein ganz neues tolles Lebensgefühl. Super nette Vermieter und ich habe endlich Platz für meine Beratungen. Genau so haben wir es uns vorgestellt. (das nun wieder zum Thema Gedanken und Vorstellungen…aber das ist ein anderes Thema 😉 )

Heute ist ein grauer, regnerischer Tag und ich habe mich wieder einmal von Christian Bischoff inspirieren lassen und möchte einige Gedanken zu diesem großen Thema ERWARTUNGEN schreiben.

Vorab aber einen kleinen Ausflug zu den Problemen. Stellt euch einmal vor, wenn ihr keine Probleme mehr hättet, wenn alles gut wäre, wie fühlt sich das an? Wir haben eigentlich nur gelernt in Problemen zu denken, Ängste und Sorgen bestimmen unseren Alltag. Fühlen wir uns nur dann lebendig? Irgendwie schon oder? Es gehört schon eine große Menge Mut dazu nicht mehr in Problemen zu denken…ich erlebe es im Augenblick gerade. Es ist ein sehr ungewohntes Gefühl, das soll der Moment sein, wo man sein EGO ablegt. Probleme nähren dein EGO, du bekommst Aufmerksamkeit, wirst gesehen und du fühlst dich wichtig, eigentlich nur menschlich…Es geht aber auch anders durch Achtsamkeit, das Leben genießen, sich selbst wichtig zu nehmen und nicht darauf zu warten (Erwartungen), dass andere es tun.

Wow, ich komme dem immer näher und es fühlt sich gut an. Ich hatte die Tage wieder einige unschöne Erfahrungen mit einem ärztlichen Bericht für die Verlängerung zu meinem Rentenantrag, ich erlebte die völlige Ignoranz einer Ärztin. Früher hätte ich es zu meinem Problem gemacht, nein diesmal nicht und ich holte mir Unterstützung bei einem anderen Arzt, prima und durch eine Verordnung von Ihm, taten sich in einer anderen Physiotherapie ungeahnte Möglichkeiten auf (aber dazu später mehr).

Was habe ich früher falsch gemacht? Es waren einfach meine Erwartungen an andere Menschen, Liebe, Anerkennung und Verständnis, wenn du am falschen Ort bist und es sich für dich nicht gut anfühlt, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten.

  1. Die Erwartungen Verändern

    oder

  2. Die Situation verlassen

Das schnellste wäre die erste Variante, das Schwierigste sicher die zweite Möglichkeit. Deshalb verweilen viele Menschen in unglücklichen Beziehungen. Es ist einfacher zu bleiben als zu gehen. Für mich war es immer die richtige Entscheidung zu gehen und einen neuen besseren Weg zu finden. Das ist so wie mit der Kuh, sie gibt leider nur Milch und keinen Kakao, da kann man sich auf den Kopf stellen, das wird nichts ;). Man sollte allerdings diese Situationen oder auch den Menschen respektieren, aber man hat eben die Freiheit zu gehen.

Eine weitere falsche Erwartung ist, man muss sich immer gut fühlen. Meine Freundin dachte das Letztens auch von mir. Sie war völlig überrascht, dass es mir auch mal schlecht geht und ich mich ärgern kann. Du bist doch mein Vorbild, hat sie da zu mir gesagt. Aber Karina, ich bin doch nicht perfekt. Ich will weder die Beste noch Vorbild sein, einfach nur die, die ich geworden bin. Es ist ein ewiges auf und ab mit dieser Erkrankung und erst als ich es angenommen habe, hat sich meine Depression darüber verbessert. Ist diese Niedergeschlagenheit selbst gemacht oder bin ich wirklich depressiv? Ich glaube selbst gemacht durch falsches Denken und falsche Erwartungen vor allem an mich selbst. Mein Focus lag meistens auf den Problemen. Das war so mein größtes Hindernis, ich will immer und oftmals zu viel und dann stelle ich fest, es geht ja gar nicht. Mein Körper signalisiert mir das sehr schnell, viele Jahre habe ich das einfach ignoriert, heute kenne ich meine Grenzen.

Ein Schlüsselsatz war für mich: „Immer wenn du in einem tiefen Loch bist, ändere deine Erwartungen oder auch deine Gedanken“. Ich muss nicht mehr der „Macher“ oder der Beste sein, ich bin ein Teil der Gemeinschaft, oftmals schwach und ich darf mich dann auch anlehnen und Hilfe annehmen“

Du solltest dein schärfster Kritiker (Eigenverantwortung) sein aber auch dein bester Freund. Niemand anderes ist für dein „Seelen (un) heil“ verantwortlich.

Aus…….

  1. Wie überlebe ich den Tag

wurde…

  1. Wie erlebe ich den Tag

dann...

  1. Was bringt der Tag Gutes

    und jetzt…

  2. Was kann ich heute Gutes für mich und Andere tun

Oder besser, wie viel Gutes kann ich heute Vertragen. Ich erwarte jetzt meistens nur das Beste und es wird auch oftmals das Beste und wenn nicht, dann trainiere ich das noch ein wenig.

Und hier jetzt noch ein Hinweis auf Christian, manche sehen es als Werbung an, jeder darf denken was er will… aber das tue ich gern und mit größter Dankbarkeit. Es gibt im Augenblick so viele Coaches oder Motivationstrainer und jeder will dir etwas verkaufen. Christian`s Inhalte sind so genial, einfach zu verstehen und es gibt sehr viele Infos kostenlos und auch für den „schmalen“Taler…ich habe ihn persönlich kennen gelernt und kann ihn wirklich vertrauensvoll weiter empfehlen…das heißt schon viel bei mir 😉

https://www.christian-bischoff.com/

PS: Es geht bei uns nicht unbedingt um Erfolg sondern um einen besseren Umgang mit der Erkrankung und dazu gehört sooo viel mehr, als eine „Pille“ zu finden die man einfach nur schluckt und alles ist wieder gut….

Was sind deine 6 wichtigsten Dinge im Leben?

Meine sind.

  1. Mit den Füßen gehen zu können (trotz der Erschöpfung und Müdigkeit)

  2. Mit den Händen etwas berühren zu können (trotz der vielen Schmerzen)

  3. Mit den Augen sehen zu können (trotz dem Augenflimmern)

  4. Mit den Ohren hören zu können (trotz dem blöden Tinnitus)

  5. Mit der Zunge schmecken zu können (dank bio und vegetarischem Essen)

  6. Mit dem Kopf denken zu können (trotz dem „Fibronebel“)

Bis zum nächsten mal…

herzlichst eure Gaby

Achso, hätte ich fast vergessen. Ich möchte hiermit noch allen Lesern meines Buches danken, auch den Ärzten und den Psychotherapeuten für Ihr doch so positives Feedback und der Weiterempfehlung…ich dachte damals, es werden viele den pdf Download nutzen…nein sie wollen alle die Buchform 😉

 

….beim nächsten mal, gibt es einen Beitrag über Qigong.