In die Stille gehen und Vertrauen

 

Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, sich zusammenzuziehen und kleinzumachen; es ist an der Zeit, sich auszudehnen in die Liebe; denn schließlich ist es doch die Liebe, die die Furcht besiegt“

Dr. Joe Dispenza…

Deshalb möchte ich mich jetzt hier für einige Zeit zurück ziehen. Meine Therapie geht dem Ende zu und ich möchte dies alles auf mich wirken lassen.

Annehmen was ist?

Ich werde still und erlaube meinem Körper, genau so zu sein, wie er gerade eben ist…dann beginnt er mit mir zu sprechen. Häufig ist es genau die Antwort, die ich brauche, um mit den Symptomen leichter umgehen zu können. Wenn ich nur lange genug in Stille nach innen lausche, höre ich ganz leise und Glocken klar meine innere Stimme.

Wenn ich früher starke Gefühle hatte, bin ich panisch geworden. Für eine kurze Zeit passiert mir das auch heute noch. Gefühle dürfen da sein egal welche und sie wollen gefühlt werden. Unterdrücken oder sogar abspalten, das hat so meine tägliche Energie verschluckt…so langsam verstehe ich wie einfach doch alles sein kann und nach langem Suchen nach einem Mittel, das diesen Zustand beenden würde, kam mir diese Frage in den Sinn:

Was wäre, wenn aber das alles genau so richtig wäre? Diese Frage führte mich endlich weg von dem „Warum ist es so?“ und „Wie bekomme ich das weg?“ zum „Wie ist es denn und wie fühlt es sich an“.

Darf dieses schlechte Gefühl jetzt gehen, denn ich produziere es nur aus vergangenen Erfahrungen durch meine Gedanken. War ich früher verzweifelt, wenn mich wieder einmal eine starke Schwäche oder ein anderes Symptom heimsuchte, gelingt es mir jetzt immer besser, mit den Symptomen still zu werden und zu hören.

Die Meditation meine Lösung

In der Stille stellt sich mein Geist inzwischen automatisch auf wahrnehmend um, ganz egal was ich gerade tue, in der Stille ist der innere Beobachter ganz aktiv. Ich kann davon ausgehen, das die Wahrheit nicht irgendwo im Außen zu finden ist, nicht bei Ärzten oder Heilern und auch nicht in den Medien.

Ich fühle jetzt, das Leben hält für jeden ein Geschenk bereit, das wir in dem Moment empfangen können, in dem wir annehmen was ist und es dann loslassen. Vielleicht in Momenten der Demut und Dankbarkeit. Das erlebe ich gerade und möchte dies voll und ganz bewusst auskosten und fühlen.

In unserer Gesellschaft ist es nicht besonders angesehen, ein Mensch zu sein, der sich zurückzieht und in sich hinein spürt. Depression heißt es dann…“das kannst du doch nicht machen“. Früher habe ich immer versucht, durch noch mehr Aktivität die Dinge zu verändern… es muss doch irgendwie gehen !!! Hat aber nicht funktioniert. Was zu mir passt kommt von ganz alleine, wie wahr, da muss ich mich aber immer wieder in Geduld und Achtsamkeit üben.

Nun kommt auch noch das Wort Vertrauen ins Spiel:

„Vertrauen heißt: nicht kontrollieren zu müssen; frei von Angst zu sein. „Mich voll und ganz hingeben, ich erhebe keinen Widerstand gegen das was jetzt ist, ich habe keine Angst, ich nehme also die Situation so an, wie sie ist… spüre in mich hinein, fühle, ob sie für mich so stimmig ist und folge meinem Impuls“

Puhh, das kann funktionieren? Nichts verändern wollen, alles so lassen und abwarten was kommt?

Vertrauen gewinne ich in mich, wenn ich wieder anfange, meine Wahrnehmungen zu erforschen und sie ernst zu nehmen. Menschen, die ihrer inneren Stimmigkeit folgen und daraus handeln, sind die Wegbegleiter ins eigene Vertrauen“

Die Meditation zeigt dabei meinem Denken die eigenen Grenzen auf und führt zu größerem Gewahr sein und zu mehr Bewusstheit, also das geht schon ganz gut. Kontrolle ist das Gegenteil von Vertrauen! Vertrauen heißt: nicht kontrollieren zu müssen! Vertrauen heißt: mich auf alles was kommt einzulassen, wohl wissend, dass ich jederzeit den naheliegendsten Schritt zu meinem Wohl tun werde!

Na dann bin ich ja mal gespannt, so bewusst habe ich das noch nie praktiziert und deshalb verabschiede ich mich nun vom 18.3. bis 1.6.2018 hier von euch. In diesem Zeitraum wird es auch keine Beratungen per E-Mail geben.

Nach dem Advanced von Dr. Joe Dispenza bin ich wieder voll und ganz für euch da und hoffentlich auch mit vielen neuen Inspirationen.

Bis bald eure Gaby

PS: Ein herzliches Dankeschön noch einmal an meinen Therapeuten, der endlich den ganz großen Knoten in meinem Kopf gelöst hat ;).